Unsere Vögel haben je nach Art einen
Käfig. Der ist natürlich wie
alle Käfige zu klein. Darum dürfen unsere Vögel
einige Stunden jeden
Tag Freiflug genießen. Eigentlich fliegen sie gar nicht so
viel, sie sitzen
meistens auf der Vorhangstange und kabbeln miteinander. Wir
können die
beiden Arten nur getrennt fliegen lassen, da die Agaporniden immer
Jagd nach
Wellensittichfüßen machen.
Neu:2002 Alles Nachstehende betraf die Zeit vor Juli 2001. Da starb unsere Sunny innerhalb weniger Stunden, der Tierarzt konnte leider nicht helfen, das Herz war wohl zu schwach. Monty lebte dann ein halbes Jahr alleine und nahm jetzt den Kontakt zu den danebenstehenden Wellensittichen auf, die ihm jedoch nach der jahrelangen Jagd auf ihre Füsse noch nicht wirklich trauten. Immer mehr kamen wir zu der Überzeugung, daß Monty ein Weibchen ist und uns wurde dann klar, daß unbedingt ein weiterer Agapornide, ein Männchen dazu muß!
Wir fanden dann Kobi, einen kobaldblauen Nestling und nun üben die beiden die Zweisamkeit!
Kobi ist jetzt ein halbes Jahr alt und als Ehemann noch untauglich. Monty zeigt ihm immer wieder, daß sie zum Sex bereit wäre, aber Kobi macht noch so ziemlich alles falsch, was man da verkehrt machen kann. Aber wir wollen ja auch nicht züchten.

Eigentlich wollten wir einen Papagei. Doch ,Gott
sei dank, hat der
vernünftige Menschenverstand rechtzeitig festgestellt,
daß es schwierig
sein wird, dem Tier gerecht zu werden.
Denn ein spielender, zahmer und sprechender Papagei ist vielleicht
für
uns Menschen das Größte, aber wenn man dann doch ein
bissiges,
eifersüchtiges, schreiendes und rupfendes "Luder"
erwischt,
was dann?
Agaporniden sind dagegen ganz "ehrliche", Papageien.
Ohne Handaufzucht sind sie kaum handzahm zu bekommen,
sprechen können sie nur in ihrer Sprache und die ist
lautstärkentechnisch zu ertragen. Aber sie verführen
dazu,
daß man ihnen stundenlang bei ihrem
"Alltagsgeschäft"zusehen möchte, was schon einmal dazu
führen kann, daß ein
Berg Wäsche nicht
gebügelt wird!

Unsere Beiden, die, wie
sich später im Verhalten zeigte,
wohl zwei Weibchen sind, haben
keine Angst mehr vor uns,
höchstens eine adequate
Fluchtdistanz.
-zum Vergrößern anklicken-
Monty ,
der mit dem schwarzen Kopf
ist leider durch einen Flugunfall auf dem rechten Auge blind
und da "Love-birds" streiten können,
wie die sprichwörtlichen Bürstenbinder hat er
deutlich mehr Streß
als
Sunny.
Daher haben wir den Käfigboden jetzt mit Zeitungspapier
ausgelegt, das sie nun fachmännisch in
gleich breite, lange Streifen rupfen.
Außerdem gehört es zu ihrer Lieblings-
aufgabe das Badewasser mit Körner-
schalen zu verdrecken.

-zum Vergrößern anklicken-
Es ist uns gelungen, die Beiden
mit"Worten" zu erziehen, d.h. sie
nie aus den Augen zu lassen und wenn sie etwas anstellen wollen
sofort mit
einem lauten Nein dagegen vorzugehen.
Das gelingt erstaunlich gut, nur manchmal wird man schier heiser
dabei!

Spiel und
Spaß!
Lieblingsspiel unseres Montys ist es
Wäscheklammern, kleine Bälle und
sonstige Gegenstände, die wir ihm auf den Käfig legen,
geschickt und
absichtlich herunterzuwerfen.
Wir heben sie dann wieder auf und so weiter, usw, usw.
Dieses Spiel und das andere, nämlich eine Außenstange
vom Wellensittich-
käfig abzumontieren und fallen zulassen, hält er
stundenlang aus,
mit sichtlichem Vergnügen.
Übrigens brauchen diese Vögel ein fest angeschraubtes
Papageien-Bad
und selbst dann gibt es manchmal " nasse Füße".
Schrauben ist Montys Leidenschaft.

Probe-Brüten!
Einmal im Jahr, meist im Winter, erlauben wir
unseren Agaporniden
das "Brüten". Da wir offenbar zwei Weibchen haben,
übernimmt
Sunny den weiblichen Part.
Zuerst muß jedoch Monty den Brutkasten (hängt nur dann
im Käfig) inspizieren.
Ist alles in Ordung wird aus jedem geeigneten Material
(Äste-Maulbeerbaum)
Kleinholz gemacht und der Kasten gefüllt. Obwohl Sunny ihn
vehement verteidigt,
gelingt es Monty meist am Abend doch hineinzuschlüpfen.
Morgens wird er in
der Regel dann unsanft "hinausgewiesen". Sunny legt einige
Eier,
die sie dann mütterlich hegt und pflegt (aber es nutzt halt
nichts).
Nach 4-6 Wochen, oder dann, wenn wir das Gefühl haben, der
Streß wird
für Monty zuviel, entfernen wir den Nistkasten wieder und
alles ist wie früher.
Das heißt, meist geht dieser "Brutzeit" schon eine
agressivere
Haltung als normal vorran und nach der "Brutzeit" sind die
Beiden
wieder ein "Herz und eine Seele".
Darum lassen wir es zu!
spezieller Knabberspaß für Agaporniden!
Wer im Frühherbst an gerade halbreife
Maiskolben kommt, sollte einmal
einen zu den Agaporniden ins Käfig hängen. Leider sind
die Kolben durch
die Landwirte meistens behandelt, doch bei einem Kolben sehen wir
keine
allzu große Gefahr!!!
Die Vögel haben auf jeden Fall ihren Spaß,
wobei es gar nicht so sehr um Nahrungsaufnahme geht, sondern
eindeutig
das Zerpflücken und Zerreißen im Vordergrund steht.
Darum den Kolben
ungeschält anbieten. Nach einigen Tagen erlischt dann das
Interesse
wieder und dann wird der Kolben eben entfernt.
Bitte lesen sie auch alles über den Maulbeerbaum und seine Verwendung für Vögel, sowie den Knabberspaß!