Unser Hund seit 2002:
Charly!

Ein lieber, lustiger Wollknäuel!
Charly wird einmal ein silberfarbener Kleinpudel.
Das kann aber noch dauern. Anfangs sind sie alle schwarz und werden dann heller!
Das ist Charlys Mama, eine mehrfach ausgezeichnete Hündin, die sich liebevoll um ihren Nachwuchs kümmerte. Charly und seine Geschwister durften im Rudel mit Mutter Alice, Tante Elfi und Oma aufwachsen. Der Vater ist ein preisgekrönter Rüde aus den Niederlande. Für uns spielte das keine große Rolle, wir wollten nur einen liebenswerten, gesunden Partner für unseren Pepi!
Daß Pudel so aussehen, wie hier, ist nur ein zwingendes Muß, wenn man mit ihnen auf Ausstellungen gehen will, weil die Richter dem gestylten Aussehen so irrsinnig großen Wert beimessen. Und wenn jemand ordentlich züchten will, dann braucht er das - leider, oder Gott sei Dank! Je nach Ansicht! Es ist gut, daß es Zuchtauflagen und notwendige Gesundheitschecks gibt - das sichert ein hohes Maß an Qualität zu - aber ob die Frisur dazu gehören muß? - da scheiden sich die Geister! Wir denken eher nicht, denn Haare wachsen nach - eine Erbkrankheit oder eine Wesensart ist da viel schlimmer. Wir werden uns bei der Pflege von Charly auf Bürsten, Waschen und das notwendige Scheren beschränken.
Natürlich war Pepi bei den ersten Besuchen der Welpen nicht dabei. Schließlich waren diese noch nicht geimpft und somit jeder fremde Hund ein Risiko.
Auch so war das Gewusel groß. Jeder Welpe wollte nur eins - spielen! Und schauen, wer da kommt! Wir hatten nur die eine Wahl, da von den zwei männlichen Welpen einer schon vergeben war - und das war gut so! Es wäre doch schwer gefallen, da einen zu bevorzugen. Wir wollten aber einen Jungen!
So war die Entscheidung schnell gefallen und auch der Name Charly bald gefunden.
Schließlich sollte der kleine Kerl so heißen, daß man gleich erkennt, daß er ein lustiger, lieber Hund ist.
Und Charly, Charles, Karl der Große -
Nomen est omen! Wer weiß!
Zu diesem Zeitpunkt war Charly sechs Wochen alt und wir besuchten ihn immer mal wieder, damit die Zeit bis zur Abgabe schneller verging.
Als Charly dann geimpft und tätowiert war und der Zuchtwart alles in Ordnung fand, konnten wir ihn im Alter von neun Wochen mit nach Hause nehmen.(11.2.2002)
Der erste gemeinsame Monat!
Unser Pepi kam total freudig an und schaute erst einmal verdutzt! Was war denn das? Ein kleines Etwas, das sich wie selbstverständlich an ihn hindrückte und so tat, als kennen sie sich! Was geht da vor?
Zum Glück ist Pepi ein äußerst gutmütiger Hund und läßt zu, daß Charly sich zu ihm hinkuschelt und bei ihm schläft. So war die Eingewöhnung keine große Sache.
Pepi glaubt zwar nach wie vor, daß er so einen jungen Spund an seiner Seite nicht nötig hat, aber nun gilt es sich damit abzufinden.
Die ersten Nächte schlief das Herrchen auf dem Sofa um allzeit bereit zu sein, falls Konflikte entstehen sollten. Doch schon nach wenigen Nächten wurde klar, daß Charly dies zum Anlass nahm nachts spielen zu wollen und das ging nun wirklich nicht!
Es gab nun täglich so viel Neues zu lernen. Zuerst mußte Charly das Halsband und die Leine akzeptieren. Dann mußte er lernen einige, wenige Stufen hinauf- und hinab zu laufen. Dann gab es so viele andere Hunde in der Umgebung, ab und zu Ballonfahrer, die komische Geräusche machen, einen Bach indem man hineinfallen kann und vieles mehr. Da gibt es schon Sicherheit, wenn man einen großen "Bruder" neben sich hat, der Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt! (Wenn dafür die Gründe auch Fast-Blindheit und weitesgehende Taubheit sind). Nur die Sauberkeit läßt noch etwas zu wünschen übrig. Aber das lernt der Charly sicher auch bald.
Schade nur, daß das Frauchen konsequent all das verbietet, was Spaß macht! So darf Charly nicht ins Gesicht von Pepi springen, ihm keine Haarbüschel aus den Ohren reißen, nicht in Taschen beißen, keinen Pferdekot fressen und lauter so feine Sachen! Immer heißt es dann AUS! oder PFUI! Aber wirklichen Spaß macht das ja gerade dadurch, daß es doch manchmal gelingt!
Inzwischen ist Charly natürlich geimpft und darf draußen auf ruhigen Wegen frei herumtollen, was natürlich am meisten Spaß macht, wenn noch andere Hunde teilnehmen. Ist ihm jedoch etwas fremd und unheimlich, dann kommt er sofort, um sich hinter seinen Leuten in Sicherheit zu bringen.
aktuelles:
Am unheimlichsten sind Kinderwagen und Kinder! Er kennt sie einfach nicht! Ob er sie je kennenlernen wird? Soviele junge Mütter haben reglrecht Panik um ihre Kinder. Wenn sie nur von weitem einen Hund nahen sehen ändern sie die Richtung. Ich verstehe, daß man seine Kinder schützen will, aber es ist doch nicht jeder Hund gefährlich und angriffsbereit. Das ist eine Problematik die beide Seiten angeht. Kinder sollten lernen mit Tieren artgerecht umzugehen und Tieren sollte der Kontakt zu Kindern nicht ohne Grund verwehrt werden. Gerade Hunde lernen so ein falsches Verhalten. Sie denken dann, daß von Kindern eine Gefahr für sie ausgeht und das kann zu einem Verteidigungsverhalten führen und damit zu einem Angriff. Es wäre schön, wenn die Mütter verbal den Kontakt zum Hundehalter aufnehmen würden. Dann könnte man von Fall zu Fall entscheiden, ob es Sinn macht, Kind und Hund zueinander zu lassen!
Charly: Ich bin doch ganz lieb!
März 2002
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12.04.2011 13:46:25 ©Gabriele Berg