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Unser Mohrenkopf-Papagei:

Cocco!







Wie kommt man zu einem Mohrenkopf-Papagei?
Ganz einfach! Man besucht eine Bekannte, die eine pflegebedürftige Tante mit einem "Vogel" hat! Dort beschäftigt man sich mit dem Tier und mit viel Glück darf man es nach kurzer Zeit kraulen, streicheln und füttern. Einige Tage später starb die Tante und der Mohrenkopf-Papagei namens Cocco blieb übrig. Als nun die Frage aufkam, wohin mit dem Tier, war ich sofort bereit ihn mit nach Hause zu nehmen. Ich kannte die Liebe meines Mannes zu Papageien und war mir sicher, daß er nichts dagegen hat. Gesagt - getan!

überraschende Wende!
Als wir zuhause ankamen, war Cocco gleich der Star bei meinen drei Männern daheim! Nach einer halben Stunde war Cocco ein reiner "Männervogel" und ich konnte mich nicht einmal mehr ansatzweise in seine Nähe wagen! Er biß sofort! Nach einigen Tagen der Anpassung entschloß sich Cocco nur und ausschließlich der Vogel von Ralph zu sein und das ist er bis heute geblieben!
Der tägliche Ablauf!
Cocco bekam Bachblüten, damit er sich leichter eingewöhnte und nicht mehr so aggressiv auf alle anderen reagierte. Bisher ohne nennenswerten Erfolg, da es in der Natur der Papgeien liegt, eine Einehe zu führen. Wir sind überzeugt, daß Cocco die letzten 17 Jahre unter dem falschen Geschlecht gelebt hat. Wahrscheinlich ist es eine "Coccoline" und suchte nach einem Mann! Wir sprechen trotzdem weiterhin in der "er-Form" von ihm! Inzwischen ist Cocco in einen viel größeren Papageienkäfig mit Naturästen und vielen Klettermöglichkeiten umgezogen. Er hat auch eine alte Brutkiste, deren Eingangsloch er auf seine Maße vergrößert hat und deren Deckel er nach Belieben öffnen oder schließen kann. Trotzdem verhält sich Cocco wie ein Wachhund! Sollte tagsüber einmal ein männliches Wesen das Haus betreten, dann ist es mit der Ruhe aus! Dann schreit er so laut und lange, bis dieser wieder weg ist. Ansonsten lockt er mich mit vielerlei Tönen, nur um mich so weit zu bringen, zu glauben, daß ich ihn streicheln dürfe. Beim geringsten Versuch steigt unser Plasterverbrauch in ungeahnte Höhen.

Abends, wenn Ralph nach Hause kommt, ist Schmusezeit angesagt. Dann muß er aus dem Käfig, sitzt bei ihm auf der Schulter und genießt sämtliche Freiheiten. Gemeinsam wird dann gekocht und gegessen. Hauptsache Frauchen bleibt auf Distanz! Genauso wichtig ist das abendliche durchkraulen, dabei fiepst er leise, wie das Schnurren einer Katze. Mit dem Beinchen zeigt er ganz exakt wo er gestreichelt werden will.


Was unbedingt vermieden werden sollte!
Auf dem Tisch dürfen keine Gläser oder Flaschen stehen! Warum der Vogel so aggressiv auf Flaschen reagiert, wissen wir nicht! Jedenfalls spreitzt er die Flügel, senkt wie ein Stier den Kopf und rennt gegen die Flaschen an. Da er ausreichend Kraft besitzt ist es ihm ein Leichtes selbige umzuschmeißen, was gelegentlich zu einer Mords-Sauerei führte.
Ein reglrechtes Hobby von Cocco ist das Umschütten von Gläsern! Nicht daß er Durst hätte - nein - es gefällt ihm, wenn der Glas-Benutzer laut schreit und schimpft. Dann ist der Tag gerettet!

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25.03.2002 ©Gabriele Berg