Sherry

Unsere Sherry, ein Dackelmischling!


Der Kinder bester Freund!

Wie zu erwarten, blieben wir nicht lange ohne Hund. Unsere Kinder sollten gemeinsam mit ihm aufwachsen. Durch die Erfahrung mit einem Hund aus dem Tierheim (siehe Rex 2) belastet, kauften wir uns nun einen 6 Wochen alten Dackelmischling. Die Mutter war Dackel, der Vater Cockerspaniel und wie man sieht, kam eine gelungene Mischung heraus. Die Größe des Hundes paßte zu unseren Kindern, so daß diese bald auch etwas mit ihm anfangen konnten. Unsere Hündin wurde Sherry getauft, weil wir damals gerade Bridge spielten und man dazu standesgemäß Sherry trinkt.
Sherry war ein ausgesprochen liebes Wesen. Obwohl sie den Dickschädel eines Dackels hatte, war ihre Erziehung problemlos. Nur eine Macke hatte sie. Sie war der Meinung, sie sei ein Schlittenhund und müßte deshalb alles ziehen. Als sie ausgewachsen war, hatte sie tatsächlich die Lust und die Kraft ein Kind auf dem Schlitten zu ziehen!
Sherry war als Kindermädchen perfekt. Sie machte Unterschiede zwischen den Kindern. Kamen Kleinkinder zu uns, so durften die alles mit ihr machen. Wenn es ihr zuviel wurde, ging sie einfach weg. Waren die Kinder älter und wollte sie ärgern, dann konnte sie auch einmal knurren oder bellen. Bei den eigenen Kindern wußte sie genau, was die verstehen und wenn die einmal richtig wild mit ihr umgingen, dann hat sie sie auch mal am Hosenbein geschüttelt. Nur einmal hat sie sich daneben benommen, als die Kinder mit ihr spazieren gingen und sie, obwohl sie an der Leine war, eine Frau in die Hand biß. Got sei Dank, war nichts schlimmes passiert, aber wir konnten nie klären, warum das geschen war.
Deshalb sind wir immer sehr zurückhaltend mit dem Struch: Der beißt nicht! Wir Menschen können nicht immer die Hunde richtig verstehen und bei Mißverständnissen weiß man nie, wie sie letztlich reagieren.
Michael war es, der Sherry so sehr mochte, daß er nie hören wollte, daß so ein Hund nicht ewig leben kann. Ganz überraschend, an einem Sonntag, legte sich der Hund auf die Seite und wurde apatisch. der Tierarzt konnte nur noch zur Einschläferung raten, denn sie litt sehr unter Wasser in der Lunge, verursacht duch eine Herzmuskelentzündung. Sherry fand ihren Ruheplatz in unserem Garten. Sie hatte den Zeitpunkt gut gewählt, denn die Kinder begannen nun eigene Wege zu gehen.


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10.09.2000 ©Gabriele Berg